Sterbeamme (in Ausbildung)

Was ist eine Sterbeamme?

Eine Sterbeamme ist vertraut mit den Phasen des Sterbens und Trauerns und weiß um die tiefen körperlichen und seelischen Prozesse, in denen sich die Betroffenen und ihre Angehörigen befinden.

Ihre Arbeit kann sowohl mit der Begleitung Sterbender und deren Angehörigen beginnen, als auch erst nach dem Tod mit der Betreuung Hinterbliebener einsetzen.

Die Sterbeamme ist dabei institutionell und konfessionell ungebunden.

Begleitung Sterbender

Eine Sterbeamme begleitet den Weg der Loslösung des Sterbenden. Sie unterstützt den Sterbenden in grundlegenden Lebens- und Sinnfragen ebenso, wie bei der Verwandlung von Ängsten oder dem Wunsch, das eigene Leben und Abschied Nehmen selbst zu gestalten. Sie ist also Wegbereiterin, als auch Wegbegleiterin.

Als Wegbereiterin gestaltet sie den Prozess in ständiger Absprache so, dass alle Beteiligten – der Sterbende ebenso wie seine Zugehörigen – eingebunden sind und in ihren Bedürfnissen beachtet werden.

Ist der Weg der Loslösung durch Gespräche, Rituale und Einbinden aller individuellen Bedürfnisse gebahnt, trägt eine Sterbeamme als Wegbegleiterin dafür Sorge, dass jeder seinen Platz in diesem Prozess ausfüllen kann. Sie sorgt bei ihrer Unterstützung stets dafür, die Betroffenen in deren persönlicher Freiheit und Vertrautheit zu achten.

Trauerbegleitung

Zu den Aufgaben einer Sterbeamme zählt auch die Unterstützung der Hinterbliebenen in deren Trauerprozess.

Sie begleitet die Trauernden dabei, den Schmerz des Verlustes behutsam zu lindern sowie die Liebe und Bindung zum Verstorbenen auf neue Weise in ihr Leben zu integrieren, damit sie eine neue Zukunft finden können.

Einen pathologischen Trauerprozess erkennt sie und bindet verantwortungsbewusst die Hilfe durch medizinische Behandler ein.